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Weltbild

Icon Thinking Hier möchte ich ein paar Gedanken zu meinem Weltbild zum Besten geben. Ihr könnt es auch Philosophie nennen. Persönliche Gedanken, wie das beim Philosophieren eben der Fall ist. Auch wieder ohne Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit, vielleicht aber trotzdem von Interesse für den einen oder anderen von Euch.


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Worin besteht der Sinn des Lebens?

Die Frage lässt sich mit einem Satz nicht beantworten. Dabei ist sie eine der wichtigsten des Lebens. Gerade deshalb sind vermutlich die meisten von uns das ganze Leben lang auf der Suche nach einer für uns stimmigen Antwort. Auch ich kann euch nur ein paar Denkanstöße dazu geben - Anstöße, die nicht 'mal auf meinem Mist gewachsen sind:

Foto Schmid Der Name »Wilhelm Schmid« wird euch vermutlich wenig sagen. Er ist einer der angesehensten, deutschen Philosophen der Gegenwart, arbeitete aber auch viele Jahre in der Schweiz mit schwerstkranken Patienten - und ihren Ärzten und Pflegern. Ich denke, er weiß, was Krankheit, Tod und menschliches Leid bedeutet. Aber eben auch, was 'Leben' bedeutet, welchen Sinn es haben kann. Für die Angehörigen wie für die Betroffenen selbst. Sein Buch »Gelassenheit« [eISBN 978-3-458-73754-4; Insel Verlag], das mir aus purem Zufall in die Hände fiel, beinhaltet hochinteressante Gedanken zum Thema Leben. Damit auch zu seinem Sinn - respektive seinem Ende.

  • Die eigene Deutung des Lebens ist der oberste Gerichtshof der Existenz. Nur vor sich selbst muss sich ein Mensch für sein Leben rechtfertigen!
  • Dass eine zeitliche Grenze erkennbar ist, motiviert dazu, aus dem Leben etwas zu machen, das bejahenswert erscheint – soweit das möglich ist.
  • Der Sinn allen Seins könnte sein, alle Möglichkeiten des Seins durchzuspielen, ohne weiteren Zweck, bis in alle Ewigkeit, ad infinitum. Mein 'Ich' ist darin eine der Möglichkeiten, die das Leben bereichern. Das ist der Sinn meines Lebens, von Anfang an bis zuletzt. Für alle Menschen ist das so.
  • Wir sollten dem Leben Raum geben, zu 'atmen'. Gelassene Heiterkeit ist das Bewusstsein davon, ... dass Höhen und Tiefen sich abwechseln wie Tag und Nacht, wie Ein- und Ausatmen; dass dies der Takt des Lebens ist, das aus der Polarität in allen Dingen seine Spannung bezieht. So kann es zum symmetrischen Leben kommen.

Das klingt doch irgendwo sehr beruhigend! So kurz, prägnant (und tolerant) hatte ich es bislang von niemandem gehört, der den Sinn des Lebens erklären sollte. Näheres zu seiner Lebenskunst-Philosophie könnt ihr hier nachlesen.

Ich jedenfalls weiß nun, was der Sinn meines Lebens ist!


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Warum ich nicht mehr Christ sein will

Was das Klima betrifft, würde ich den Himmel bevorzugen;
doch was die Gesellschaft anbelangt, ziehe ich die Hölle entschieden vor.

Mark Twain (1835 - 1910)


Ich misstraue Menschen,
die genau wissen wollen, was Gott von ihnen verlangt,
weil ich jedes Mal bemerken muss,
dass es sich stets mit ihren eigenen Wünschen deckt.

Susan B. Anthony (amerikanische Frauenrechtlerin, 1820 – 1906)


Gut, dass wir im Jahr 2017 leben - respektive 2018. Nicht im Jahr 1617. Damals hätte ich mir auf dem Scheiterhaufen sicher ein paar deftige Brandblasen geholt! Wir schreiben den 24.Dezember. Weihnachten, für die Christen gemeinhin ein Fest der Freude, der Geschenke und der Besinnung.

Gedanken mache auch ich mir. Allerdings ziemlich ketzerische - nach dem Maßstab von 1617. Ein großer Freund von 'Glauben' - vom Akzeptieren unbelegter Behaup­tungen - war ich mein Lebtag nicht gewesen, aber just am 'Heiligen Morgen' habe ich eine Vision, die mich zunächst nur nachdenklich stimmt, später aber - nach dem Studium einiger aufschlussreicher Bücher - vollends vom Glauben abrücken lässt. Vor allem von diesem Glauben.

Die Dinge, die uns die 'Heilige Schrift' als der Weisheit allerletzten Schluss aufzwingen will ist bei näherem Hinsehen so abstrus, so irrational, gleichzeitig so unverhältnismäßig grausam und menschenverachtend, dass ich mich frage, wie ich in jungen Jahren auf so etwas hereinfallen konnte. An 'unbefleckter Empfängnis', an 'Aufer­stehung' und 'Himmelfahrt' hegte ich damals schon meine Zweifel, inzwischen sehe ich das Christentum als ein Bauwerk ohne jedes Fundament, ohne legitime Daseinsberechtigung an. Mehr noch: als eines der größten Übel, das dem Abendland in den letzten zweitausend Jahren untergekommen ist.

Warum diese harsche Kritik? Lasst mich nur ein paar Stichpunkte nennen; bei Interesse könnt ihr die Hintergründe gerne in einem der genannten Bücher oder auszugsweise auf meiner privaten Philosophieseite nachlesen.

  1. Absoluter Anspruch auf die Wahrheit; Dogmatismus; Beide Leitsätze sind aus Sicht der Kirche als 'absolut' zu betrachten und bedürfen 'per se' keinerlei Begründung; Mit der gleichen Berechtigung könnte jemand behaupten, die Sonne sei viereckig.
  2. Das Verbot, den Verstand zu nutzen [1.Buch Moses 2, Vers 3: »Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, wirst du gewisslich sterben.«];
    Galileo Galilei: »Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.«
  3. Gott als 'Allwissender', 'Allmächtiger' und 'Allgütiger';
    Diskrepanz zwischen 'Gottes Güte und Barmherzigkeit' und dem Elend dieser Welt;
    EpikurINFO: »Ist Gott willens, aber nicht fähig, das Übel zu verhindern? Dann ist er nicht allmächtig! • Ist er fähig, aber nicht willens, das Übel zu verhindern? Dann ist er nicht allgütig! • Ist er jedoch sowohl fähig als auch willens, das Übel zu verhindern? Woher kommt dann das Übel in der Welt?
  4. "Gott opfert seinen Sohn, um sich selbst gnädig zu stimmen?" ('Ich, Gott bringe mir selbst ein Menschenopfer, nämlich meinen eigenen Sohn, um mich selbst gnädig zu stimmen?' Geht es noch irgendwie verquerer?
  5. Unmenschliche Grausamkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel und ihre Anwendung; Viertausend Jahre Unterdrückung, Brutalität und Menschenverachtung; wenn Gott den Menschen als Ebenbild seiner selbst erschaffen hat, wie grausam muss dann Gott selbst sein?
  6. Intoleranz gegenüber Andersgläubigen; die islamischen Fundamentalisten von heute erscheinen mir im Vergleich dazu wie wahrlich tolerante Engel!
  7. Erbsünde (Konstruktion zur Machterhaltung, wenn nicht einmal ein Neugeborenes frei von Sünde sein soll);
  8. Sieben der zehn Gebote (#4...#10) sind von anderen Weltanschauungen übernommen; die Regeln des menschlichen Zusammenlebens wurden auch in von den Kirchen völlig unbeeinflussten Kulturen praktisch gleichlautend entwickelt; keine Legitimation der Kirche als oberste Moralwächterin;

Die Liste ließe sich noch ein paar Seiten lang fortsetzen. Ein Ende der unmenschlichen Zeiten läuten im Westen erst die Renaissance und die Aufklärung des 18.Jahrhunderts ein. Erst danach geht es in Europa mit den Errungenschaften zum Wohle der Menschen aufwärts. Die heute so hoch geschätzten Menschenrechte, das Recht auf Leben und Freiheit, die Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau: all das haben wir nicht dem Christentum zu verdanken - es sind die Werte der Aufklärung. Die Aufklärung hat ganz offenbar ein dem Menschen innewohnendes moralisches Prinzip wieder freigelegt, das durch den Einfluss von Bibel und Kirche jahrhundertelang verschüttet war: mitfühlendes Verstehen, mit empathischen Gefühlen verbundenes Verhalten. Ohne diese Aufklärung hätten wir heute noch immer keinen freien Zugang zu Informationen, würden die Wissenschaften durch Vorgaben und Einschüchterung stranguliert, würden nach wie vor Inquisitionsgerichte wüten und möglicherweise Scheiterhaufen brennen.

Je mehr ich über die Kritikpunkte lese und mir vor Augen führe, wie wenig bekannt, aber doch stichhaltig die aufgeführten Begründungen sind, desto stärker wird mein Ekel vor diesen Überzeugungen, vor dieser Religion, vor ihren Vertretern! Ich bin also so frei - 2018 ist das glücklicherweise ohne Brandblasen möglich - und sage mich von diesem Glauben los. Ich möchte kein Christ mehr sein! Zu groß wäre meine Scham, kein 'gutes Leben' zu führen, wie Bertrand Russel es ausdrückt. Schließlich bleiben mir nur noch wenige Jahre bis zum 'Jüngsten Gericht', wo ich - ganz zum Schluss - der Gesellschaft, in erster Linie jedoch mir selber gegenüber Rechenschaft ablegen muss über mein Leben. Das möchte ich - eigentlich - mit erhobenem Haupt tun können!

Wie brachte es Russel schon 1931 auf den Punkt:

»Das gute Leben ist eines, das von Liebe inspiriert und von Wissen geleitet wird.«

Die Fragen über Glauben oder Nicht-Glauben, über Religion, über Christus und die eigene Moral und deren Begründung kann und muss jeder für sich selbst beantworten. Diese Zeilen sollt ihr daher allenfalls als Aufforderung interpretieren, euch zu diversen Dingen, die ihr seit Kindesbeinen erzählt bekommt, eigene Gedanken zu machen. Wenn ihr für euch selbst zu ähnlichen Schlüssen kommt: gut! Wenn ihr zu völlig anderen Schlüssen kommt: genauso gut! Wichtig ist in meinen Augen allerdings, von der eigenen Überzeugung wirklich überzeugt zu sein - und nicht nur die eines Anderen nachzuplappern.

Bist du jetzt ein Atheist? [PHI] Bist du dann jetzt ein Atheist?

Eine schwierige - zudem höchst philosophische - Frage, für die eine Antwort vermutlich gar nicht ausreicht! »Atheismus« im engeren Sinne bezeichnet ja die Überzeugung, dass es den Gott des Christentums - oder Gottheiten anderer Couleur - definitiv nicht gibt. Und dieser Überzeugung kann ich mich so nicht völlig anschließen.

Der Agnostizismus hingegen ist nicht so ausschließlich: »Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens, Verstehens und Begreifens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird nicht bestritten«, so die Definition aus Wikipedia.

In diesem Sinne darf ich mich also getrost als Agnostiker bezeichnen.

Und deine transzendenten Wesen und Prinzipen? Well, wenn das Universum - wie wir heute annehmen und die Astrophysiker ziemlich gut belegen können - seit knapp 14 Milliarden Jahren existiert und - bis auf wenige Millisekunden zu Beginn - den einem menschlichen Geist bislang zugänglichen Naturgesetzen folgt, muss es 'irgend etwas' gegeben haben, das sich gesagt hat "Ok, das machen wir jetzt so und so ... und Action!" Selbst wenn es vor dem Big Bang bereits andere Universen gegeben hat (was nicht völlig unwahrscheinlich ist) und die Welt als Ganzes schon seit Ewigkeiten existiert (aber dennoch endlich ist in einer Art und Weise, wie sie Stephan Hawking für die vierdimensionale Raum-Zeit beschreibt) kann man die Frage nach einem 'Erfinder' - oder einer 'Erfinderin' - endlos fortführen.

Dass es ein derartiges 'Etwas' gibt, davon bin ich tief drinnen überzeugt. Nicht nur ein 'überirdisches', eher ein 'überuniverselles' Etwas. Als 'Gott' möchte ich es bewusst nicht bezeichnen. Mangels irgendwelcher Beweise (außer gewissen Wahrscheinlichkeiten, die dafürsprechen) kann ich an dieses Etwas auch nur glauben. Allerdings ist es diesem Etwas völlig einerlei, ob ich ihm Blutopfer darbringe, Sonntags in die Kirche gehe, einen moralischen Lebenswandel führe oder meine Steuern bezahle. Es lässt mich ganz einfach mein Leben leben! Und das ist gut so!

Foto Sprüche

Mehr zum Thema Kirchenkritik [PHI] Mehr zum Thema Kirchenkritik

Da wir gerade beim Thema Kirche und Kritik an ihr sind, möchte ich euch eine sehr aufschlussreiche, wenn auch gelegentlich etwas provokante Galerie ans Herz legen: die Galerie der Kirchenkritik in Eichstätt.

Bild aus dem Web

Wer es etwas weniger provokant mag, kann beim Bund für Geistesfreiheit vorbeischauen, der sich ebenso wie die Galerie die Trennung von Kirche und Staat auf die Fahnen geschrieben hat. Denn die beiden sind - von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet - bis ins Mark verfilzt! Ministerpräsident Söders Erlass zu den Kreuzen in staatlichen Gebäuden ist da nur die Spizze eines gewaltigen Eisbergs! Oder wisst ihr beispielsweise, dass Ärzte, Schwestern oder Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen u.ä.INFO ihren Job verlieren, wenn sie von Ihrem Grundrecht auf Glaubensfreiheit Gebrauch machen und aus der Kirche austreten.

Wer sich darüber hinaus - ganz losgelöst von glaubens- oder kirchentechnischen Fragen - für Politik interessiert - und vielleicht dort etwas bewegen möchte, könnte gar eine neue Partei ins Auge fassen: Partei der Humanisten (PdH). Ihre Agenda ist in der Tat einen zweiten Blick wert!


 

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Fußnoten:
(die Nummern führen zurück zur jeweiligen Textpassage ...)

Interessante Bücher zum Thema:

  • Bertrand Russel: Warum ich kein Christ bin [eISBN 978-3-95757-442-8; MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH]
  • Uwe Lehnert: Warum ich kein Christ sein will [eISBN 978-3-8288-6164-0; Tectum Verlag Marburg]
  • Edgar Dahl: Wer zur Hölle will schon in den Himmel? [ISBN: 978-3-8482-3588-9; Books on Demand GmbH, Norderstedt]
  • Immanuel Kant: Die drei Kritiken [eISBN 978-3-7306-9093-2; Anaconda Verlag GmbH, Köln, auszugsweise]

Die Beispiele für die Grausamkeit und Brutalität sind vielfältig:

  • Sintflut zur Ausrottung der gesamten Menschheit (Ausnahme Noah & Co.);
  • 'Biblische Plagen' bis hin zur Abschlachtung aller erstgeborenen Kinder in Ägypten;
  • Untergang des römischen Reiches nach Einführung des Christentums als Staatsreligion infolge der Wissenschafts- und Bildungsfeindlichkeit und der Weltabgewandtheit der christlichen Lehre;
  • Millionenfaches Gemetzel während der Kreuzzüge zur 'Befreiung' Jerusalems;
  • Inquisition (Opferzahlen zwischen mehreren Hunderttausend und einigen Millionen Menschen europaweit);
  • Quasi-Ausrottung der Indigenas in Südamerika (Opferzahlen liegen im zweistelligen (!) Millionenbereich);
  • Hexenverfolgung;
  • Judenverfolgung bis ins Dritte Reich ("Juden sind schuld am Tode Christi");
  • Glaubenskriege in weiten Teilen Europas (Sachsen, Schottland, Irland u.a.)

All das erfolgte im Namen des christlichen (!) Glaubens!

Zur Illustration: Papst Johannes Paul II. hat im Jahre 1999 ein offizielles Buch der Kirche über die Praktiken der Teufelsaustreibung aus dem Jahre 1614 neu herausgegeben und während seiner Amtszeit 1984 und 2000 auch persönlich Teufelsaustreibungen vorgenommen. Selbiges wird auch vom jetzigen Papst Franziskus berichtet. Hierzu passt sicherlich auch der Hinweis, dass Papst Pius XII. (1876-1958) versucht hat, Hitler, den er für vom Teufel besessen hielt, per Exorzismus diesen auszutreiben. Mindestens zwei Fern-Teufelsaustreibungen soll er – nach beeideten Zeugenaussagen – versucht haben.

Zur Erläuterung von Liebe und Wissen: Wenn im Mittelalter in einem Land die Pest ausbrach, riefen Gottesmänner die Bevölkerung auf, sich in den Kirchen zu versammeln und um Errettung zu beten; die Folge war, dass sich die Seuche mit außerordentlicher Geschwindigkeit unter den zusammengedrängten Massen der Betenden verbreitete. Das ist ein Beispiel für Liebe ohne Wissen. Der letzte Krieg liefert ein Beispiel für Wissen ohne Liebe. In beiden Fällen war das Ergebnis massenhafter Tod. ...
Zum Begriff 'Liebe': Liebe ist ein Wort, das eine Vielfalt von Gefühlen abdeckt; ich benutze es absichtlich, weil ich sie alle einbeziehen möchte. ... In einer vollkommenen Welt wäre jedes fühlende Wesen das Objekt der vollen Liebe jedes anderen, das heißt, einer untrennbaren Mischung aus Freude, Wohlwollen und Verständnis.

Aus der Agenda der Partei der Humanisten
(aus dem Flyer 'Freiheit. Fairness. Fortschritt'):
Fast 40% der Bevölkerung in Deutschland leben konfessionsfrei. Zusammen mit den Kirchenmitgliedern, die beispielsweise aus Angst um ihren Arbeitsplatz oder für die kirchliche Hochzeit noch nicht ausgetreten sind, bilden die Nichtreligiösen die "stille" Bevölkerungsmehrheit.
Trotzdem ist das politische Gewicht dieser Gruppe gleich Null. Im politischen Alltag spielen die Kirchen und ihre mittelalterlichen Ansichten immer noch eine gewichtige Rolle.
Aktuelle Umfragen zeigen: Bei Themen wie "Ehe für Alle", der Selbstbestimmung am Lebensende oder dem Adaptionsrecht für Homosexuelle vertritt die Mehrheit der Bevölkerung einen liberalen Standpunkt - die Politik hingegen den der Kirchen!
Wir stehen für eine offene Gesellschaft, für Selbstbestimmung und individuelle Lebensgestaltung, für Gleichberechtigung und Fairnesss, für Optimismus, für faktenbasierte, differenzierte Analysen und den Mut zu wirksamen, vernünftigen Problemlösungen.

  • Grundsatz: Freiheit vor Sicherheit
  • Wir fordern Recht auf selbstbestimmtes Lebensende (Sterbehilfe)
  • Wir fordern Öffnung von Ehe und Adaption
  • Wir fordern Schutz der Persönlichkeitsrechte gegenüber Staaten und Unternehmen
  • Wir fordern Trennung von Kirche und Staat
  • Wir stehen für mehr Spitzen- und Grundlagenforschung in Deutschland
  • Wir stehen für Vermittlung wissenschaftlicher Methodenkompetenz an Schulen
  • Wir stehen für öffentliche Verfügbarkeit von Studien- und Forschungsergebnissen