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Fahrtroute Schottland + Hebriden Fotoalbum Hebriden

Lochs und Burghs und Glens ... und viel zu viel Whisky*)

(Teil 2)

*) frei nach dem Motto einer Destillery in Lochmaddy (Isle of Skye): "Today's Rain is Tomorrow's Whisky";
(für Nicht-Schotten: Loch = See; Burgh = Burg/Schloss; Glen = Tal)


SCO


Sept 13 2011

North Uist Caitinish (North Uist) (GPS: 57°30,540'N; 007°16,338'W)

"Der Regen prasselt gegen die Fenster. Der Sturm peitscht die Wellen des Lochs so dass sich kleine weiße Gischthauben bilden." Zumindest die ersten beiden Sätze kann ich vom ersten Bericht abkupfern. Auch hier stehe ich am Rande eines Lochs, oder besser: mittendrin. Trotzdem hat sich seit dem letzten Bericht viel geändert ­ nur eines nicht: das Wetter. Es ist höchst durchwachsen - seit ich auf den Inseln bin - den äußeren Hebriden, meinem eigentlichen Reiseziel.

Vor 10 Tagen, an Loch St.Mary gesellt sich abends noch eine Familie zu mir. Keine 5 Meter entfernt stellen sie Ihr riesiges Zelt auf ­obwohl der Platz riesig ist und man dem Nachbarn wirklich nicht derart auf der Pelle sitzen muss. Dazu schüren Sie noch ein gigantisches Lagerfeuer und ich will schon fragen, ob sie auch die Lady Grey abfackeln wollen. Zur Strafe bin ich am nächsten Morgen derjenige, der sie aus den Federn wirft: um halb sieben starte ich die Maschine, um gemächlich gen Edinburgh zu rollen. Die Gegend ist recht abwechslungsreich, das Fahren macht Spaß ­ ausnahmsweise regnet es mal den ganzen Tag nicht und das Navi führt mich zielstrebig zum Campingplatz im Süden der Metropole. Dort werde ich von einer deutschen Platzwärterin in Empfang genommen (hat man denn nirgends Ruhe vor den Deutschen?) und auf einen abgelegnen Parkplatz verbannt. Die Dame hat Angst um Ihren englischen Rasen, da hilft auch viel Zureden nicht. Billig ist der Platz auch nicht eben: 21 GBP pro Nacht, also fast 50 Euro für die zwei Nächte, die ich bleiben will.

Edinburgh Castle Ein Doppeldeckerbus der Linie 11 bringt mich noch vor dem Mittagessen in die City und beschert mir eine kostenfreie Stadtrundfahrt ­ allerdings ohne Kommentare. Irgendwie schaut die Hauptstadt Schottlands so gaaaaaaanz anders aus als ich sie mir an Hand der Reiseführer vorgestellt hatte. Das berühmte Edinburgh Castle kann ich erst auf den zweiten Blick ausmachen und mehr durch Zufall lande ich auf der Royal Mile, der Schopping- und Flaniermeile der Hauptstadt Schottlands. Trotzdem nicht übel. Gar nicht übel! Liegt's daran dass Samstag ist? Oder warum heiraten heute so viele? Nicht weniger als sechs Trauungen begegne ich auf meinen Streifzügen innerhalb 3 Stunden.

Hochzeiter Die sparsamen Schotten wollen ihre Hochzeitreise sicher auf Sonntagsrückfahrkarten antreten! Ein Paar scheint das aber beileibe nicht nötig zu haben: vor dem Standesamt stehen zwei strahlend weiße Rolls Royce ­ frisch gewienert und komplett mit Chauffeur in Livree. Was die Gäste des Brautpaars angeht hätte ich allerdings eher auf Pferderennen in Ascot getippt ­ wegen der doch etwas eigentümlichen Kopfbedeckungen der Damenwelt ... Ok, langsam tun auch die Füße weh und der Bus bringt mich zurück zum Camp.

Eine ruhige Nacht und ein Frühstück mit lappigen englischen Semmeln - "rolls" genannt - später bin ich wieder fit für die nächste Runde "Stadt". Das Castle steht ganz oben auf der Liste ... und ist nicht halb so interessant wie allenthalben beschrieben ­ trotz der 15GBP Eintritte! Ok, altes Gemäuer. Ok, ein paar interessante Ausstellungen über schottische Soldaten und wo sie auf der Welt gekämpft haben. Aber unter'm Strich eher für die Schotten selbst und Ihre Lieblingsfreunde ­ die Engländer ­ beeindruckend. Ach ja, die Japaner natürlich nicht zu vergessen!

Hollyrood Caste Greyfriars Tavern Das wirklich hübsche Schloss am anderen Ende der Royal Mile, der Palace of Holyrood House ist nur gegen zusätzliche Gebühr zu besichtigen, der Park außen herum ist kostenfrei, also fällt die Entscheidung nicht schwer. Interessant ist übrigens, dass der Holyrood Park wie auch das Castle auf uraltem Vulkangestein stehen und so doch mächtig Geschichte vorzuweisen haben.

Ein kurzer Abstecher geht noch zum Carlton Hill, wo man einen tollen Überblick über die City hat - und wo schon wieder geheiratet wird ... Die Grünanlagen und Parks rund um's Castle sind seit Stunden geschlossen. An den Zugangstoren bilden sich lange Schlangen, die Menschen warten - typisch englisch - in Reih und Glied auf Einlass. Viele haben Campingstühle dabei und das Abendessen in der Kühltasche. Jeder will der erste sein und ja nichts versäumen: das jährliche Schlosskonzert mit Feuerwerk soll um 9pm beginnen, dafür stehen die Menschen seit 3pm Schlange. Die Innenstadt füllt sich schnell mit Menschen, Autos werden verbannt, Straßen gesperrt und Busse umgeleitet. Alles wegen eines Feuerwerks. Nicht so mein Ding, zumal ich morgen früh weiter will. Also wird das Castle ohne mich abgefackelt.

Schottisches Parlament In dem heftig umstrittenen Neubau in unmittelbarer Nähe des alten Holyrood Castle tut das Schottische Parlament seine Arbeit. Für Architekturfans eine wahre Augenweide frage ich mich, ob man mit den Gittern die Abgeodneten vor den Bürgern schützen muss ... oder umgekehrt?

Auf guten Straßen geht's bei wenig Verkehr ­ die müssen sicher ihren Kater von gestern noch ausschlafen ­ über die Forth Bridge gen Norden, über die Halbinsel Fife nach Dundee. Dort lockt die Discovery, das originale Segelschiff, das Captain Robert Scott auf mehreren Polarexpeditionen zur Antarktis trug. Scott lieferte sich ein tragisches Wettrennen mit dem Norweger Amundsen zum Südpol, den der Schotte nur um wenige Tage verlor. Auf dem Heimmarsch verhungerten Scott und all seine Kameraden wenige Meter vor dem rettenden Nachschublager. Schon in der Unterprima - vor fast 40 Jahren - hat mich sein Schicksal ­ und das Buch von Stefan Zweig - tief berührt .... und wohl die Fundamente zur Sehnsucht nach der Ferne gelegt. Ja, damals in den ersten Jahren des letzten Jahrhunderts ... da gab's noch wirklich was zu entdecken.

Irgendwie bin ich doch zu spät dran ...

Piktische Bildsteine Discovery Eine viele Hundert Jahre längere Geschichte als die Discovery können die Standing Stones of Aberlemno erzählen, ein paar Meilen nördöstlich von Dundee. Drei mannshohe Steine direkt an der Straße sowie ein Kreuz bei der örtlichen Kirche datieren aus der Zeit der Christianisierung der Ureinwohner Schottlands her, den Pikten und Skoten.

Das war so um 500 n. Christus.

Weiter im Westen liegen die Grampian Mountains, nach dem höchsten Gipfel auch Cairngorms genannt. Mit knapp 1200 Metern Höhe eher ein Mittelgebirge, oben sieht's aber sehr alpin aus: kahle Felshänge, niedriges Buschwerk ­ und eine Skistation. Durch das Glen Shee ­ ein romantisches Tal mit rauschendem Bach/Fluss und einsamen Unterkünften - rolle ich gemütlich hinauf. Ein Stück weiter, in dem kleinen Kurort Braemar frage ich mich, wo hier um Gottes Willen die weltbekannten Highlandgames abgehalten werden, die jedes Jahr Hunderttausende Besucher hierher locken. Ob dafür das winzige örtliche Fussballfeld ausreicht?

Highlands Der Verkehr nimmt wieder zu, dafür werden auch die Straßen breiter: Balmoral Castle liegt inmitten einer herrlichen, wohl gepflegten Parklandschaft im malerischen Tal des River Dee. Wenigstens in diesen Dingen haben die Royals Geschmack: Balmoral Castle ist die Sommerresidenz der Queen ­ und obwohl schon lange kein Sommer mehr ist ­ die Queen ist anwesend. Also scheidet eine Besichtigung des mondänen Schlosses aus; dafür übt sich vor dem Tor ein Londoner Bobby mitsamt Helm im Mountainbikefahren. Unbeeindruckt dreht er stundenlang seine Runden vor dem königlichen Gartentürchen.

Pärchen Der Unterschied zu den Highlands - noch ein Stück weiter im Norden ­ kann so groß nicht sein: über die bergige und aussichtsreiche Lecht-Road geht's hinauf ins gleichnamige Skigebiet und drüben wieder runter ins Whisky-Tal.

Ähhhhh, ins liebliche, offene Tal des River Spey. Hier reiht sich eine Whisky-Brennerei an die nächste, die Speyside Destilleries haben Weltruhm, kommen doch so klingende Namen wie Glen Fiddich oder Glen Morangie von hier. Trotz des Auftrags aus dem Kollegenkreis, kann ich den Destillerien nichts abgewinnen: ein bisschen Wasser, ein bisschem Hopfen, ein bisschen Malz, alles gut gerührt und abgelagert: bei uns zu Hause wird daraus halt Bier, hier nennt man's Whisky ... übrigens ohne "e" vor dem Ypsilon! "Whiskey kommt nicht aus Scottland und schmeckt ganz scheußlich", meint zumindest die Führerin.

Whiskyfässer Interessanter als die Destillerie ist die Fassfabrik nebenan. Da erfährt man nämlich, woher der Whisky wirklich seinen Geschmack bekommt: von den Fässern nämlich! Für die Whiskyherstellung werden generell nur Second-Hand-Fässer benutzt, die vorher schon jahrelang spanischen oder italienischen Wein intus hatten. Und die zusätzlich innen angesengt werden, sodass das Aroma des Eichenfasses sich auf den Inhalt übertragen kann. Da also liegt das wahre "Know-How" der Whisky Herstellung!

Noch immer mit leeren Händen geht's von der Whisky-Metropole Dufftown gen Westen in die Schottland-Drehscheibe Inverness. Vorher noch ein kurzer Stopp im Fort George, der größten Festungsanlage Europas, die noch immer benutzt wird. Seit der letzten Nacht jagt wieder ein Regenschauer den nächsten, von schönem Besichtigungswetter kann nicht die Rede sein. Da fällt der Besuch des imposanten Forts doch eher kurz aus, zumal ­ wie schon im Edinburgh Castle ­ zuvorderst das hohe Lied der tapferen schottischen Soldaten gesungen wird.

Inverness Parking Inverness liegt schon fast hinter mir, als ich im Süden, direkt am River Ness einen netten Parklatz finde, wo ich zumindest die nächsten drei Regenschauer aussitzen kann. Dazwischen ein kurzer Abstecher in die City und ein gemütlicher Spaziergang über die Nessie Islands direkt vor der Haustür.

Kurz vor'm nächsten Schauer geht's weiter gen Süden, entlang Loch Ness zum Urquhardt Castle. Außer in den riesigen Andenkenläden in Drumnadrochit war Nessie allerdings wieder mal untergetaucht. Keine Spur. Nix. So sehr ich auch Ausschau gehalten hab'. Dabei hätt's doch grad bei dem Wetter ....

Glen Affric Dem nicht enden wollenden Regen opfere ich zunächst das sehenswerte Castle und rolle eine zusehends schmaler werdende Forststraße ins "lieblichste Tal Schottlands", ins Glen Affric. Ja, schon hübsch hier! Die Moose an den Bäumen, die kleinen Farmen, wo die Kühe sich nasse Hufe holen, das undurchdringliche Dickicht links und rechts der Straße, ... fast schon wie im Regenwald. Apropos ... ich kann das Wort schon nicht mehr hören.... Anderntags packe ich den Wanderrucksack und stiefele einmal um den Loch Affric herum. Immerhin eine 5-Stunden-Tour. Durch überschwemmte, sattgrüne Wiesen, mit tollen Ausblicken auf die gleichnamige Lodge am Ufer des Sees. Durch knöcheltiefe Schlammpfuhlen und hüfthohes Wasser eines reißenden Bergbachs. Den allerdings kann ich ­ über Felsbrocken balancierend und mich an einem abgestorbenen Baum festhaltend, trockenen Fußes überqueren. Was den meisten anderen Wanderern nicht gelingt.

Urquhardt Castle Urquhardt Castle Inzwischen habe ich auch ein Buch von Frank Schätzling angefangen. Und das lässt mich so schnell nicht wieder los: der Schwarm. Kann ich übrigens empfehlen! Hilft nicht nur über so manchen Regentag hinweg! Das körperliche Soll ist erfüllt (zumindest das Grundbedürfnis), bleibt noch die Erweiterung des geistigen Horizonts: also zwischen zwei Regengüssen ab nach Urquhardt Castle. Sehr malerisch liegt es direkt über dem Loch Ness und war früher wohl das, was heute Inverness ist: eine lokale Drehscheibe für Güter- und Personenverkehr. 1692 war's damit allerdings vorbei, als die Engländer sie in die Luft jagten, weil die dort lebenden Schotten wohl wieder einmal etwas "ungezogen" waren.

Zurück in Inverness zeigt der Kompass nun eindeutig Richtung Nordwesten: Ullapool ist mein nächstes Ziel, Fährhafen zu meinem eigentlichen Urlaubsziel: den Äußeren Hebriden.

Fähre nach Lewis Hatte ich die folgende Fahrtroute durch Schottland abhängig gemacht vom Preis der Überfahrt auf die Inseln, ist die Entscheidung im Fährbüro schnell gefallen: 60GBP für die Lady Grey, 7,85GBP für den Fahrer: da kann ich wirklich nicht meckern. Nachbarn hatten mich gewarnt, dass die Überfahrt mit der Lady Grey ein teures Vergnügen werden wird und dass sie selbst vor 2 Jahren Ihren Ausflug auf die äußeren Inseln deswegen abgeblasen hatten. Ich finde den Preis angemessen, um an den letzten Außenposten des Königreichs vor Kanada zu kommen.

Zwei Stunden später bringt mich die letzte Fähre am heutigen Tag auf die größte Insel der Äußeren Hebiden: nach Lewis. Der kleine Hafen von Stornoway empfängt uns wie uns Ullapool am Festland verabschiedet hat: mit strömendem Regen. Es ist schon dunkel, also suche ich mir einen ruhigen Parklatz abseits des Hafengeländes und freue mich auf die erste Nacht "im Urlaub". Bisher war ja alles nur "Anreise" gewesen. An den nächsten Tagen wird das Wetter allerdings noch weniger "urlaubsmäßig". Der Regen fällt meist waagerecht, nach fünf Schritten vor die Tür ist man pitschnass und Fotos sind schon gar nicht drin, weil die Kamera vorher längst absäuft. Und wenn es ausnahmsweise mal nicht gießt, dann nieselt es ohne Unterlass. Da reichen dann zehn Schritte.

Moorlandschaft Quer über die Insel geht's durch eine sehenswerte und für hiesige Verhältnisse eintönige Moorlandschaft an die Nordwestküste und zum Butt of Lewis, dem nördlichsten Punkt der Hebriden. Und dem windigsten, wie die obligate Schautafel zu berichten weiß. Hätt' ich fast nicht bemerkt, kann ich mich doch kaum auf den Beinen halten.

Straßenschild Trotz Regenschleier und dicken Wolken wandert der Blick übers Meer. Am anderen Ufer des Atlantik liegen Neufundland bzw. das südliche Grönland. Vergleichsweise warm ist es hier, kaum dass das Quecksilber mal unter 12 Grad fällt ­ dem Golfstrom sei Dank! Was außerdem auffällt: die Ortsnamen und Hinweistafeln sind auf gälisch abgefasst. Klein darunter die englische Übersetzung. Im Radio gibt's Nachrichten und ein ganzes Programmreihe auf gälisch. 65% der Einheimischen sprechen gälisch wird mir erzählt ­ auf englisch. Die Sprache erinnert mit den kehligen Lauten etwas ans Schweizerische ­ oder ans rhätoromanische. Aber Lesen oder gar verstehen: da führt für mich Sprachkünstler kein Weg hin. Und mit dem Englischen ist so gar keine Ähnlichkeit zu erkennen!

Dun Carloway Weiter im Süden warten zwei wirkliche Sehenswürdigkeiten. Dun Carloway ist ein zirka 2000 Jahre alter Broch, ein Wehrturm, der wohl Wohnsitz des Clanchefs und seiner Familie wie auch sicherer Speicher für Vorräte gewesen war. Ohne Mörtel ist der doppelwandige Turm aufgeschlichtet und enthält sogar Treppen in die Obergeschosse: eine Meisterleistung der eisenzeitlichen Architekten. Man darf ja nicht vergessen, dass die "guten alten Römer" mit Ihrer Kultur um die Zeitenwende hier im Norden Britanniens nie einen Fuß auf die Erde setzen konnten.

Callanish Stones Noch ein Stück weiter im Süden und noch ein paar Tausend Jahre älter sind die Standing Stones of Callanish. Zwischen 3800 und 5000 Jahre alt soll die Steinsetzung sein, also ähnlich alt wie die Pyramiden. Um einen zentralen, 4,5 Meter hohen Monolithen - Callanish Stones vermutlich einen Grabstein - stehen 13 übermannsgroße Steine aus wunderschön gebändertem Gneis, darum herum weitere 40 Steine, die zusammen ein riesiges Kreuz ergeben. Eine Beschreibung haben die damaligen Baumeister nicht hinterlassen. So müssen wir heute rätseln, was der Zweck dieses Bauwerks gewesen sein mag. Aus der gleichen Epoche dürfte auch Stonehenge stammen, die weltbekannte Steinsetzung im südlichen England.

Der Weg gen Süden führt nun auf der meist einspurigen Straße über ein seengesprenkeltes Hochplateau, entlang tief eingeschnittener Fjorde, die hier Lochs oder Sounds heißen und kleinere Bergkuppen hinweg. Noch immer hängt viel, viel Regen in der Luft, auch wenn es nicht mehr andauernd aus Kübeln schüttet.

Fährterminal An der Landenge von Tabert ist dann die nächste Insel erreicht, South Harris. Entlang wunderschöner Sandstrände und durch seengesprenkelte Moorlandschaften führt die Straße weiter nach Leverburgh, von wo aus mich die Fähre auf die nächste Insel übersetzt, nach  North Uist. Schaue ich auf die Landkarte, bin ich mir nicht sicher, ob's hier mehr Land oder mehr Wasser gibt. Vieles erinnert an die Schärenlandschaft Norwegens, aber das hier ist viel flacher. Auf jeder Landzunge, auf jeder Insel stehen die kompakten Steinhäuser der Einheimischen. Die Ortschaften sind über viele Quadratkilometer verstreut, jeder scheint hier nur seine Ruhe haben zu wollen. Auf den seltenen Grünflächen grasen Schafe und Ziegen, und manchmal auch ein paar Hochlandrinder. Es ist eine wirklich beeindruckende Landschaft, auch wenn das Wetter nicht ganz so beeindruckend ist!

Aber das Wetter soll besser werden!

Sagt zumindest das Barometer!