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Nach einem halben Jahr in Canada (und inzwischen mit ein wenig Abstand) ist es höchste Zeit für ein paar allgemeine Anmerkungen. Dinge, die in den Detailberichten nirgends reinpassten oder zu allgemein waren.

Reiseland Canada

Eins vorweg: Canada ist ein Reiseland par excellance. Es gibt viel zu sehen: viel Kultur und viel Landschaft. Sehr viel Landschaft! An die Dimensionen des Landes - das zweitgrößte der Erde - muss man sich erst gewöhnen. Leider erlauben die Canadier nur sechs Monate Aufenthalt am Stück. Das ist (rückblickend betrachtet) viel zu wenig für dieses gigantische Land. Will man Ost- und Weststaaten gleichermaßen erkunden - und nicht nur durchfahren -, sollte man an zwei oder mehr Etappen denken! Dabei wäre es schade, die eine oder die andere Seite des Kontinents "unter den Tisch" fallen zu lassen. Beide haben Ihren besonderen Reiz. Ja, sogar die viel geschmähte Mitteletappe durch die Prärien im Osten Albertas, in Manitoba und Saskatchewan hat einiges zu bieten und gehört zu diesem Land einfach dazu! Auch wenn dort der eine oder andere "reine Fahrtag" zu bewältigen ist.

Besucher auf dem Campground von Banff Die Infrastruktur zum Reisen ist ideal. Es gibt mehr als genug Campgrounds (Mal von den Nationalparks abgesehen; da sind die wenigen Plätze oft mittags schon voll). Die Preise sind kulant (8 bis 25 Euro pro Nacht, je nach Ausstattung) und die meisten Campgrounds sind landschaftlich toll gelegen (meist an Seen oder Flüssen) sowie prima ausgestattet. Picknickbank, Feuerstelle und Sichtschutz zum Nachbarn sind das Minimum. Ab und zu gibt's gratis Feuerholz und manchmal auch Besuch von tierischen Nachbarn: vom Streifenhörnchen bis zur Wapiti-Hirsch-Familie kannst Du alles erleben. Allerdings auch Bären, vor denen (im Westen) eindringlich gewarnt wird und die eben gewisse Sicherheitsmaßnahmen erfordern: einen aufgeräumten Platz nämlich! Dafür campst Du mitten in der Natur - in ihrer Heimat. Zwischenfälle allerdings sind höchst selten!

Einrichtung wie zu Hause: canadisches WoMo von der Stange Auch ohne Zelt oder RV (Recreational Vehicle = Reise-/Wohnmobil) bist Du in Canada problemfrei unterwegs. Motels findest Du in jeder Ortschaft, wobei eine Ortschaft durchaus mal nur aus eben diesem Motel, der Tankstelle und dem "General Store" (einem Tante-Emma-Gemischtwarenladen) bestehen kann. Hotels der besseren Kategorien findest Du in jeder Kleinstadt und in größeren Städten kannst Du in 4- und 5-Sterne-Luxus schwelgen. Das ideale Reisemittel für Canada ist und bleibt aber der Camper, egal welcher Größe (verfügbar vom Miet-PKW mit Zeltausrüstung bis zum omnibusgroßen RV mit PKW oder 4WD hinten dran).

Camping in den 20-er Jahren Die Canadier sind ein mobiles Völkchen. Schon immer gewesen. Vor allem in der Hauptreisezeit zwischen Canada Day (Anfang Juli) und Labour Day (Ende September), den traditionellen Schulferien, in dem alles unterwegs ist, was irgenwie ein RV oder ein Zelt auftreiben kann. In dieser Zeit sind Quartiere, Fähren etc. schon mal frühzeitig ausgebucht (bei gefragten Plätzen schon mal mehrere Monate im Voraus). Allerdings ist es genau diese Zeit, in der alle Touristenattraktionen geöffnet haben, vorher oder nachher steht man schon mal vor verschlossenen Türen! Natürlich ist auch das Wetter in der Hauptreisezeit meist etwas besser und stabiler als in der Nebensaison. Worauf Ihr Euch (wie bei uns) aber nicht verlassen solltet.

Das Thema Sicherheit ist in Canada eigentlich kein Thema. Selbst in den Städten lassen die meisten Einheimischen ihre Eingangstüren unverschlossen ... was für mich symptomatisch ist für das Vertrauen der Canadier zu ihren Nachbarn. Verlassen habe ich mich darauf trotzdem nicht.

Nachtplatz am Alaska Highway Das Übernachten im RV (nur dazu kann ich hier aus eigener Erfahrung berichten) außerhalb der offiziellen (und oft sehr schönen) Campgrounds kann schon mal etwas Sucherei und Geduld erfordern - spart aber auch so manchen Dollar! Zumindest wenn Ihr nicht auf den gern genutzen (und äußerst romantischen) Parkplätzen der Walmarts stehen wollt (was häufig toleriert wird). Wenn Ihr lieber außerhalb der Ortschaften nächtigen wollt, bieten sich manchmal frühere Camps und Kiesgruben der Straßenbauer an. Sie liegen in der Nähe der Straßen, sind oft schlecht einsehbar und auch ein wenig lärmgeschützt. Naturidylle dürft Ihr da allerdings nicht erwarten. Nachtplätzchen an Seen oder Flüssen sind in Canada Mangelware, obwohl es wohl kaum ein Land mit mehr Seen und Flüssen gibt. Ihre Ufer allerdings sind entweder völlig unzugänglich - oder mit Wochenendhäuschen gespickt, an denen große Schilder "Private Property" jede Zufahrt verbieten.

In den Wäldern des Nordens schaut es nicht wesentlich anders aus. Die "grünen Schluchten" ziehen sich schon Mal Hundert Kilometer dahin. Da reiht sich ein Baum an den anderen, ein "Eindringen" ist allenfalls zu Fuß und mit der Kettensäge möglich. Gibt's dann doch mal eine Lücke zwischen den Bäumen, hängt dort mit Sicherheit wieder ein Schild "Private Property". Einfacher ist es hier eventuell, direkt eine Forest Road in die Fahrtroute einzubauen, denn an ihnen finden sich immer wieder Lichtungen, die zum Nächtigen einladen (meist ruhig bis absolut einsam!)

Mit ein bißchen Einfallsreichtum und "Gespür" für die Landschaft findet Ihr praktisch überall einen "alternativen Nachtplatz" - und sei es nur für eine Nacht während der Transportetappen. Und fragt ihr einen Einheimischen, verrät er Euch vielleicht seinen persönlichen Lieblingsplatz, der dann wirklich idyllisch irgendwo im Nirgendwo liegt!

Frauen stehen ihren Mann

Selbst die oberste Ausbilderin der Polizisten ist eine Frau. Das fällt in Canada zu allererst auf: Frauen sind im öffentlichen Leben sehr viel präsenter als irgendwo in Europa. Nicht erst seit dem Erkämpfen ihres Wahlrechts (1923) stehen sie hier ihren Mann. Im wahrsten Sinn des Wortes! In den Büros sitzen sie nicht nur am Empfang, sondern auch in den Chefsesseln. Im Straßenbau halten Sie nicht nur das obligate "Stopp-Zeichen", sonden sitzen auch am Steuer schwerer Caterpillar und dicker Baumaschinen. Mindestens ein Viertel der Trucker des Landes sind Truck-Ladys. Und nicht wenige der gigantischen Ranches (inzwischen millionenschwere Unternehmungen) werden von Frauen geleitet, die den Cowboys (und zahlreichen Cowgirls) sagen, wo's langgeht! Zumindest Calgary und Vancouver haben derzeit Bürgermeisterinnen. Im Supermarkt hingegen trifft man öfters mal den Herrn mit dem Einkaufszettel und an der Kasse packen junge Männer die Einkäufe in die (heiß geliebten) Plastiktüten!

Mag das ein Grund sein, warum in Canada (fast) alles klappt?

Schilder, Schilder, Schilder

Zu schnell? Da ist leicht das Fahrzeug weg! Noch augenfälliger sind Schilder! Nicht nur die unzähligen Parkverbotsschilder in Victoria. Sondern Schilder allenthalben. Der deutsche Schilderwald ist ja schon sprichwörtlich, der kanadische übertrifft ihn noch um Längen. Nicht nur im Verkehr wird dem Fahrer minutiös gesagt, was er zu tun hat: keep right (rechts fahren), stop at this line (an dieser Linie anhalten), 4-way-Stop (jeder an der Kreuzung muss anhalten), slow (langsam fahren), go on green light (bei Grün bitte fahren). Auch das tägliche Leben scheint nur über Hunderte von Schildern zu funktionieren: pls que up for bus (bitte für den Bus anstellen), do not cross (Straße nicht überqueren), use walkway (Gehsteig benutzen!), dog on leash (Hunde anleinen!), pick up after your dog (Hundekot einsammeln!), do not lean over fence (nicht über den Zaun lehnen!) hold to the handrail (am Handlauf festhalten; steht an jeder Treppe) um nur ein paar der gebräuchlichsten zu nennen. Daneben auf den Schiffen der Inside Passage noch die Warnung caution! whistle may sound any time (Vorsicht! Nebelhorn kann jederzeit ertönen.), was auch noch extra über Lautsprecher angekündigt wird, muss doch einmal getutet werden. Damit nur ja keiner erschrickt! Ulkig.

Anweisungen zum Bremsencheck; Welcher Trucker weiß so etwas nicht? Manchmal habe ich das Gefühl, der Canadier müsse bei der Hand genommen und ihm jeder Schritt erklärt werden, um ihn unbeschadet durchs Leben zu bringen. Bei kleinen Kindern mag das durchaus hilfreich sein, aber der Erwachsene fühlt sich dabei doch für unzurechnungsfähig gehalten - oder bevormundet. Wie man's gerade interpretieren mag.

Manchmal hat das allerdings auch sein Gutes: an Automaten für das C-Train-Ticket in Calgary beispielsweise (wie an praktisch allen anderen Automaten) wird der Benutzer vorbildlich durch ein umfangreiches Bedienmenü geführt:

pls press any button (bitte irgend einen Knopf drücken),
pls select ticket (bitte Ticket auswählen),
pls select age (bitte Alter auswählen; es gibt Rabatte für alles mögliche ...),
pls enter number of tickets (bitte Anzahl der Tickets auswählen),
pls verify fare (bitte Tarif kontrollieren),
pls choose payment (bitte Zahlungsart angeben),
pls verify data (bitte Angaben überprüfen),
pls pay at the right (bitte rechts zahlen),
pls take change below (bitte Wechselgeld unten entnehmen),
pls take ticket below (bitte Ticket unten entnehmen),
pls validate ticket on the left (bitte Ticket links entwerten),
thank you for choosing c-train (Vielen Dank, dass Sie mit dem C-Train fahren).

Inzwischen ist der Zug nur leider längst abgefahren ...

Eisenbahn

Ja, die liebe Eisenbahn. Historisch gesehen ist sie wohl das Hauptbindeglied zwischen den canadischen Staaten. Erst nach der Zusage aus Ottawa zum Bau einer transcanadischen Eisenbahn traten die westcanadischen Staaten British Columbia und Alberta der "Dominion of Canada", dem Vorläufer des heutigen Canada bei. Dementsprechend hohes Ansehen genießen die canadischen Eisenbahngesellschaften auch heute noch bei der Bevölkerung.

Endlose Güterzüge schaffen Millionen Tonnen Weizen, Roggen und Gerste aus den Prärieprovinzen zu den Verbrauchern Nach wie vor sind die Schienen die Hauptverkehrsadern dieses riesigen Landes. Weit vor den Autobahnen! Das Gros des Güterverkehrs wird über die Schiene abgewickelt. Hält man sich vor Augen, daß Ein- und Ausfuhren nach Übersee nur über die Seehäfen Vancouver (Westküste) und Montreal bzw. Quebec (Ostküste) abgewickelt werden können, bekommt man eine Vorstellung davon, welche Gütermengen hier kreuz und quer durch das Land transportiert werden müssen. Diese Gütermengen auf der Straße würden unweigerlich zum Kollaps der wenigen Freeways in Ost-West-Richtung führen! So kreuzen schier endlos lange Züge mit Containern oder speziellen Getreidewaggons durchs Land. Vorn zwei bis drei Lokomotiven, hinten eine oder zwei. Dazwischen habe ich bis zu 160 Waggons gezählt, Gesamtlänge des Zugs an die vier Kilometer (sicher habe ich nicht den allerlängsten erwischt)! Eine Begrenzung durch die Oberleitung gibt's nicht (die Loks fahren mit Diesel), entsprechend hoch kann man packen: Container gibt's grundsätzlich im Doppelpack übereinander, Getreidewaggons messen (ohne Radsatz) an die fünf Meter in der Höhe!

Zeit hat bei den riesigen Entfernungen nur zweite Priorität, also zuckeln die Züge mit selten mehr als 50 bis 60 km/h durch die Lande. Hauptsache, die Güter kommen irgendwann ans Ziel. An den Bahnübergängen ist daher eines gefragt: Geduld! Und wenn man in der Nähe wohnt: Ohropax! Denn Sicherheit steht in Canada an oberster Stelle, natürlich auch bei der Bahn. Also muss an jedem Bahnübergang "geblasen" werden und das Trompeten der Bahn holt auch den tiefsten Schläfer noch meilenweit entfernt aus dem Schlaf! Und die meisten Züge fahren nachts (so habe ich den Eindruck) und die Bahnübergänge liegen natürlich mitten in den Ortschaften bzw. ganz nah an irgendwelchen Campingplätzen! Selbst durch ausgesprochene Touristenregionen wie Banff u.ä. rollen jede Nacht vier bis fünf Züge und veranstalten ihr Blaskonzert.

Grüne Schluchten

Die endlosen Wälder des Nordens Canadas sind schon etwas ganz Besonderes. "Borealer Nadelwald" bedeckt Gebiete von der mehrfachen Größe Europas! Höchst erfreulich, sind sie doch eine der beiden Lungen unseres Planeten und kompensieren ein ganz klein wenig den exorbitanten CO2-Ausstoß Canadas und seines Nachbarn im Süden.

Die Wälder sind weitgehend naturbelassen und erstrecken sich außerhalb der Siedlungsgebiete (unmittelbar an der Grenze zu dem Vereinigten Staaten) "von Horizont zu Horizont". Nur an ganz wenigen Stellen wird die grüne Weite durch (meist winzige) Siedlungen unterbrochen, an deren Peripherie der Wald ein wenig gerodet wurde. Das weit überwiegende Gros bildet ein einheitliches dunkles Grün aus "Black Spruce", einer Fichtenart, die an das hiesige Klima optimal angepasst ist. Und nebenbei ein prima Lieferant für die Forstbetriebe ist, denn ihre Stämme sind kerzengerade, sie wachsen (für hiesige Verhältnisse) schnell und ihr Holz ist von hoher Qualität. Ein Vordringen in diese Wälder ist eigentlich nur mit der Kettensäge möglich, denn die Äste beginnen direkt über dem Boden und die Stämme stehen "dicht an dicht".

Abwechslungsreicher Abschnitt der Grünen Schluchten am Alaska Highway Ein paar winzige Narben ziehen sich durch das Grün: Highways. Hunderte von Kilometern lang verbinden sie die wenigen Ortschaften und bringen den Reisenden von A nach B. Vornehmlich in den Norden. Für die Highways schlugen die Bulldozer der Bautrupps exakt hundert Meter breite Schneisen in den "Ur"-Wald, in der Mitte der Schneise wurde die Straße aufgeschüttet, die Gräben links und rechts gaben das Füllmaterial her und dienen heute als Regenrinnen der Straße und im Winter als Pfad für Schneemobile oder ATVs . Links und rechts steht wie seit Urzeiten der "Urwald" und lässt nichts in sein Inneres. Nicht einmal die Blicke des Reisenden. Er bildet eine dichte "grüne Wand". Was dahinter liegt, bleibt im Verborgenen. Ob da eine Farm liegt, ein glitzernder See zur Rast einlädt oder ein paar Millionen weiterer Bäume wachsen, hat den Vorüberfahrenden nicht zu interessieren!

Man fährt wie in einer grünen Schlucht! Ausblick höchstens 50 Meter links und rechts der Straße, dahinter nichts. Welch ein Unterschied zur Wüste, wo der Blick bis zum Horizont streifen und der Reisende all die Landschaft in sich aufsaugen kann. Welch ein Unterschied zur Prärie, wo der Blick zumindest ein paar Kilometer über satte Getreidefelder streifen kann. Welche Parallele zu den monotonen Häuserschluchten der großen Städte, wo der Blick allenfalls bis zur nächsten Betonwand streifen kann ...

Man muss schon weit nach Norden fahren, weit über den Polarkreis hinaus, um den grünen Schluchten zu entkommen und den Blick wieder schweifen zu lassen. Über Taiga und Tundra, die Wüsten des Nordens ...

Weisheiten des Lebens auf einem Quadratmeter. "Thank you for talking to me"

Die Freundlichkeit, die Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme der Canadier hat mich tief beeindruckt. Ein freundliches "Sorry", wenn jemand in den Regalreihen des Supermarkts vor Dir vorbeigeht, ein kurzes Handzeichen an der Kreuzung, wenn Dir jemand den Vortritt lässt, das Anhalten des Verkehrs, wenn Du als Fußgänger am Straßenrand stehst und auch nur den Anschein erweckst, über die Straße zu wollen, das Abbremsen der Überholer, wenn Du auf die "schnelle" Spur wechseln willst ... Ich könnte die Aufzählung beliebig fortsetzen. Es ist ein Phänomen, das sich selbst im ebenso britisch geprägten Australien (wo ähnlich wenig Hektik herrscht wie hier) noch nicht erlebt habe. Hier fühle ich mich wohl, hier darf ich Mensch sein, hier werde ich akzeptiert!

"You have an awesome Rig, Sir!" (Sie haben aber ein tolles Fahrzeug, mein Herr!). So oder so ähnlich beginnen die sicher ein paar Hundert Erläuterungen, die ich zur Lady Grey abgeben muss. Zum Ende der Etappe wird mir das fast ein bißchen viel, aber man merkt den Menschen Ihre Begeisterung und ihr Interesse für die Lady und für meine Reise an. Jeder wünscht mir eine gute Weiterreise und schließt mit einem "thank you for talking to me" (Vielen Dank, dass Sie mit mir gesprochen haben!). Habt Ihr so etwas jemals in Europa gehört? Ich nicht! Mich entschädigt es ein um's andere Mal für die immer gleichen Fragen! Wie könnte ich da dem nächsten Fragesteller eine Antwort schuldig bleiben?

Well, soweit meine ganz persönlichen Anmerkungen zu Canada.

Trenner Und zum Schluss noch ...

Die geliebte Statistik:

Plus Aufenthaltsdauer: 180 Tage*)
Plus Gefahrene Kilometer: ca. 22850 km*)
Plus Spritkosten: ca. 5100 Euro
Plus Verschiffung Hamburg - Halifax (one-way): ca. 4350 Euro
Plus Fähren und Mini-Kreuzfahrten: ca. 1200 Euro
Plus Lebenshaltungskosten (incl. Eintritt): ca. 4500 Euro
Plus Übernachtungskosten (ohne Hotel Halifax): ca. 1650 Euro
Plus Durchschnittliche Kosten pro Tag:
(Fixkosten Heimat nicht eingeschlossen)
ca. 70 Euro


Anmerkung: Die Fahrstrecke war für die Aufenthaltsdauer deutlich zu lang! Es blieb kaum Zeit, mal mehr als zwei bis drei Tage an einem Fleck zu bleiben, die Eindrücke zu verarbeiten oder "Extratouren" zu unternehmen.
Alternativen: Route aufteilen auf zwei Etappe mit längerer Pause dazwischen (Winter!), damit mehrmalige Einreise nach Canada (max. 6 Monate Aufenthalt erlaubt) oder aber Kürzung der Fahrtroute (z.B. Wegfall des Alaska-"Abstechers"). Beide Möglichkeiten passten nicht in meinen Gesamtreiseplan. Und hinterher weiß man's eh immer besser!

Highlights (und ein winziges Lowlight) der Etappe durch Canada und Alaska:

Plus Freundlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme der Menschen (im europäischen Osten mehr noch als im touristischen resp. amerikanisch geprägten Westen) -
Plus Das Wildlife generell, Bären, Moose und Bison haben mich am meisten beeindruckt, auch die anderen sind sehr zahlreich. Die geringe Menschenscheu der Tiere, die offenbar wissen, dass ihnen von den Zweibeinern keine Gefahr droht. -
Plus Rundflug über den Denali bei herrlichem Sonnenschein (Alaska) button
Plus Cape Breton Island im Spätwinter (Nova Scotia) button
Plus Fossilienstätten bei Joggins und Miguasha (Nova Scotia bzw. New Brunswick) button
Plus Inselwelt der Georgian Bay und Manitoulin Island (Ontario) button
Plus Die Stadt Calgary (Alberta) button
Plus Inside Passage durch die Inselwelt der Westküste (British Columbia) button
Plus Dawson City und die Geschichte des Klondike Goldrausches (Yukon) button
Plus Bisonherde in den Riding Mountains (Saskatchewan) button
Minus Keine (Wander-) Ausflüge in die Nationalparks ohne Permit und Bezahlung button


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