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Mnchen - Sydney, zum zweiten

Immer wieder für Überraschungen gut: der Nahe Osten

BG GR TR SY JOR


Okt 29 1996

Strand in Aquaba Aquaba (Jordanien)

Das sieht dem Wetter wieder einmal ähnlich: kaum habe ich den Sandfloh auf Hochglanz wienern lassen - was gerade 'mal 5 JD (DM 11.-) gekostet hat, da zieht der Himmel schon wieder zu und dunkle Wolken drohen mit Regen. Dass es tatsächlich so weit kommt, ist hier am Golf von Aquaba allerdings eher unwahrscheinlich. Oder haben die beiden Freiburger den Regen mitgebracht, die gestern ankamen und wie ich eine Fähre nach Süden suchen, seit der Türkei aber von einem Regenloch ins nächste fahren? Was das Wetter anbetrifft scheint es Ihnen nicht viel besser als mir selbst zu ergehen.

Was die Verschiffung anbetrifft, habe ich aber die Nase vorn, wie sich Monate später herausstellen wird. Die Freiburgen wollen ihren VW-Bus nur bis Port Sudan verschiffen, geraten dort aber in den seit langen Jahren schwelenden Bürgerkrieg und müssen noch zwei weitere Verschiffungen bis hinunter nach Mombasa arrangieren, was gehörig ins Geld gehen sollte.

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Okt 17 1996

Amman (Jordanien)

Einen Pack Österreicher auf nüchternen Magen - das hält selbst der hart gesottenste Globetrotter nicht aus. Doch wie durch ein Wunder habe ich überlebt und sitze nun hier am Stadtrand von Amman im Gamada-Park und schreibe nach einem ausgiebigen Frühstück - seit Wochen wieder 'mal im Freien - Tagebuch, was auch dringend nötig ist. Der letzte Eintrag stammt noch vom Strand in Anamur, neben der alten Burg. Den musste ich noch mit der Hand schreiben, inzwischen versieht der Rechner seinen Dienst wieder und das Tagebuchschreiben wird wieder zur Freude, wie es sein sollte.

Kaum habe ich den dortigen Tagebucheintrag fertig und die rechte Hand tut weh vom ungewohnten Schreiben, als auch schon mein Tischnachbar von gestern Abend ankommt, dem ich versprochen habe, ihn über Solarenergie aufzuklären. Wenn er sich nicht, wie vorgesehen, einen knatternden, stinkenden Kleingenerator kauft, sondern seinen hohen Stromverbrauch mit Solarpanelen deckt, dann hat sich mein Engagement schon gelohnt. Am Schluss unserer fast zweistündigen Unterhaltung ist er von Solar ganz begeistert. Zum Dank verrät er mir einen Superplatz, ein paar Kilometer weiter, wo man ganz allein sein kann.

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Sept 22 1996

Römische Ruinen bei Jerash Anamur (Türkei)

Man kann süchtig werden nach diesen Farbkompositionen: türkisblaues Meer, weiße Gischt an einer felsigen Küste, tiefblauer Himmel und hellgrüne Pinien. Solch grandiose Ausblicke tun sich immer wieder auf, wenn man im Süden der Türkei von Gazipasa auf der Küstenstraße N400 gen Osten, gen Anamur und Mersin rollt. Oder besser klettert. Denn es geht ständig bergauf und bergab.

Eigentlich wollte ich ja schon in Gazipasa einen Ruhetag einlegen - der Strand dort war wie geschaffen dafür: klares, türkisfarbenes Wasser am etwas steinigen Strand, hinter mir eine 100 Meter hohe leuchtend rote Felswand und um de Ecke ein nettes Tauchrevier. Doch nach einem nächtlichen Gewitter frischt der Wind und die Dünung so auf, dass nach jedem Brecher, der an den Strand donnert, die Luft mit Salznebel erfüllt ist.

Ich schmecke ihn auf der Zunge und der Sandfloh ist ganz und gar nicht glücklich darüber. Kurzerhand suche ich das Weite. Gemächlich und immer zu einem Fotostop bereit (Gelegenheit dazu gibt es mehr als genug) klettere ich bergauf, bergab am Taurus-Gebirge entlang nach Anamur.

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Sept 08 1996

Kopflose Gesellschaft am Mt.Nemrut Ören bei Edremit (Türkei)

So sehr hatte ich mich heute darauf gefreut, dieses Tagebuch gleich in den Rechner zu tippen, nachdem er in Istanbul mit ein paar Tricks wieder einwandfrei gearbeitet hatte. Doch nichts ist's. Wieder einmal müssen Papier und Füller herhalten!

Und wie anders sollte es sein: draußen prasselt mal wieder der Regen gegen die Scheiben und das Meer nebenan ist ein trüber, grauer Tümpel. Gestern Abend konnte ich noch einen herrlichen Sonnenuntergang bewundern, als sich die Sonne hinter den Bergen von Lesbos schlafen legte und die Wolken in ein gleißendes Rot tauchte. Doch mit Sonne ist's nun vorbei und ich sehne mich doch so nach ein bisschen Wärme. Wenigstens Wärme von außen! Das schlechte Wetter scheint mich auf dieser Tour wirklich zu verfolgen!

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