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Mnchen - Sydney, zum zweiten

Australien - Down Under

AUS


May 27 1998

Die letzten Wolken verziehen sich Adelaide (South Australia)

Ja, der Dreck in den Fingern bleibt mir weiterhin treu. Nicht dass mir jeden Tag alles schief geht, aber irgendwie ist in den letzten Wochen total der Wurm drin! Nichts macht mir Freude und überall habe ich den Eindruck, dass mir neue Steine in den Weg gelegt werden. Besonders bei meiner letzten Verschiffung! Wenn man da keine graue Haare bekommen soll! Da geht wirklich alles schief was nur schief gehen kann. Murphy lässt grüßen! Ich hoffe nur, dass wenigstens der Container mit dem Sandfloh heil in Antwerpen ankommt!

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Apr 23 1998

Hektische Metropole: Melbourne Melbourne (Victoria)

Der Satz, mit dem mein letzter Tagebucheintrag aus Sydney begann, könnte genauso gut über dem heutigen stehen: Schon wieder ging ein Monat ins Land, ohne dass sich Spektakuläres getan hätte. Doch diesmal habe ich meine Schlussfolgerung daraus gezogen und mich zu einer Entscheidung durchgerungen: Schluss mit Australien! Schluss der Reise. Heimfahren! Es macht einfach keinen Spaß mehr.

Na ja, so ganz von allein habe ich mich nicht rumkriegen lassen! Der Sandfloh und sein Getriebe haben schon gehörig nachhelfen müssen. Doch nun bin ich froh, mich endlich zu etwas durchgerungen zu haben und die Entscheidung nicht dauernd vor mir herzuschieben.

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Mar 29 1998

Sydney Harbour Sydney (New South Wales)

Und schon wieder ging über ein Monat ins Land, ohne dass sich Spektakuläres getan hätte. Manchmal denke ich mir, dass daheim ein Menge mehr los ist als hier unten. Doch ist nicht das, was ich mache, das zählt. Und das wäre daheim wohl auch nicht viel interessanter.

Obwohl, zumindest die vergangene Woche hatte es ganz schön in sich. Aber an dieser Stelle darüber zu berichten, würde ein bisschen zu weit führen! Darüber gibt's ein eigenes File. Die Vorbereitungen dazu und die eigentliche Durchführung halten mich fast zwei Wochen in Melbourne fest. Gut, dass ich in der Zeit auch die Verschiffungsmöglichkeiten weitgehend abklären kann. Die Preise sind zwar immer noch ganz schön gesalzen, aber zumindest nicht sooo horrend wie das, was mir damals in Fremantle angeboten worden war und mich seither immer nur mit Grausen an eine Verschiffung des Sandfloh nach Europa denken ließ.

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Feb 25 1998

Wer kommt denn heut zum Essen ? Cradle Mountain (Tasmanien)

Schon ist seit meinem letzten Tagebucheintrag fast wieder ein ganzer Monat vergangen. Ich muss mich gehörig anstrengen, um alles halbwegs auf die Reihe zu bekommen.

Endlich allein! Das konnte ich nach einer Woche nochmals sagen, nachdem ich D. am Montag (02.02.98) endgültig am Busbahnhof abgeladen hatte. Nach ihrem Abstecher nach Kangaroo Island hole ich sie am Sonntagabend an der Fähre ab, wir liegen noch eine Nacht nebeneinander im Sandfloh , ohne dass wir uns viel zu sagen haben. Ist schon eigenartig! Der Abschied am nächsten Morgen ist ziemlich frostig, obwohl ich mich nach wie vor nach Begleitung sehne - aber nicht der ihren! Ihre menschliche Kälte und ihr Negativismus machen mir das Leben schwer und ich will den Rest der Reise - oder zumindest die nächsten sechs Wochen nicht auch noch von einem Seelentief ins nächste fallen. So trennen sich unsere Wege in Adelaide - wie ich meine für immer!

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Jan 27 1998

Schwimmen im kristallklaren Wasser: Halls Creek in den Grampians Adelaide/West Beach (South Australia)

Endlich allein!

Heute in aller Herrgotts Früh kann ich D. am Busbahnhof absetzen. Sie fährt eine Woche nach Kangaroo Island, und ich habe eine Woche Erholung dringend nötig! So fahre ich noch eben an den nächsten Strand von Adelaide, den West Beach, schlafe noch ein wenig, um dann all die Arbeiten anzugehen, zu denen ich mit ihr zusammen keine Muße habe.

Gestern war Australia Day. 210 Jahre wurde die Nation alt und der Tag wird jedes Jahr mit Umzug, einer Kuchenschneidezeremonie und abendlichem Feuerwerk gefeiert. Das Feuerwerk hatte es dieses Jahr wirklich in sich! Zwanzig Minuten lang löste ein Himmelsspektakel das andere ab, alles durchkomponiert bis ins feinste und mit irrsinnig interessanten Effekten. Das Ganze begleitet von Musik, die eigens zu diesem Anlass komponiert worden war und aus Hunderten von Kofferradios der Zuschauer tönte. Die Zuschauer waren die zweite Attraktion. Ich schätze mal, dass mindestens 100 000 Menschen das Spektakel verfolgt haben. Alle sitzen gemütlich auf dem Rasen des Bonython Parks, haben Wein, Bier, 'was zum Essen und zum Lesen dabei und genießen ein nettes Picknick im Park. Kein Gedränge, kein Gewusel, keine Randale.

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Jan 11 1998

Regen auf den Gunbarrel Highway Yulara Camp (Northern Territory)

Uff, endlich gibt's 'mal wieder eine kurze Pause. Die habe ich mir wirklich redlich verdient. Seit Fremantle hetzen wir von einem Platz zum nächsten und für ein bisschen Ausspannen, geschweige denn Tagebuch schreiben finde ich einfach keine Muße! D. will dauernd weiter und Neues sehen und erleben. Ich tue mein bestes, nicht als großer Faulenzer dazustehen! Doch meine Art des Reisens ist das nicht!

Überhaupt kann ich der Reiserei mit D. überhaupt nichts abgewinnen. Nun ja, einen Vorteil kann ich nicht von der Hand weisen: die Benzin- und Campingkosten teilen sich durch zwei, das macht sich bei zwanzig Litern Diesel auf hundert Kilometer schon bemerkbar. Doch was handle ich mir dafür ein? Die Stimmung ist meist gespannt, von guter Laune weit und breit keine Spur! Mit ihren fast immer negativen Äußerungen, ja mit ihrer offenbar negativen Lebenseinstellung raubt sie mir den letzten Rest eigener Energie und Freude. Mit keiner Faser bereue ich es, dass ich mich damals von ihr getrennt habe.

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Dec 14 1997

Perth bei Nacht Fremantle Village Camp (Western Australia)

Endlich geschafft! Der Sandfloh ist heil angekommen, Zoll und Quarantäne liegen hinter mir und vor der Erkundung des neuen Kontinent ist nur noch die Zulassung zu erledigen. Nur noch! Ich hoffe, da kommt nicht Größeres auf mich zu! Gleich morgen früh werde ich es angehen, um möglichst bald in den Süden aufbrechen zu können. Ein Gutes hat Australien schon mal! Sonnenschein! Sonnenschein pur! Nach den endlosen Tagen endlosen Regens drüben im Osten Südafrikas eine wahre Erholung!

Inzwischen ist auch D. mit von der Partie und wir befinden uns mitten im Prozess des Zusammenraufens.

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